Hebammenausbildung

Warum Hebamme lernen?

Die Hebamme braucht fachliche Kompetenz, manuelle Fertigkeiten und soziale Kompetenz mit einem starken Einfühlungsvermögen.
Sie begleitet die Frau während der gesamten Schwangerschaft, während der Geburt und des Wochenbettes bis zum 9. Lebensmonat des Kindes oder bis zum Ende der Stillzeit in einer besonders sensiblen Lebensphase.

In einer sich wandelnden Gesellschaft werden die Frauen aus verschiedensten Kulturkreisen und Nationen neben den körperlichen auch bei psychischen und sozialen Prozessen von der Hebamme unterstützt. Die Hebamme fördert die Frau kompetent eigene Entscheidungen zu treffen, begleitet Bindungs- und Beziehungsprozesse.

In sehr komplexen Situationen muss sie ständig Entscheidungen treffen und handeln. Sie fördert durch ihre Tätigkeit die Gesundheit von Mutter und Kind und arbeitet mit vielen verschiedenen Berufsgruppen interdisziplinär eng zusammen. Hebammen arbeiten nach Qualitätsstandards

Ihre Ansprechpartnerin
Ihre Ansprechpartnerinnen

Ihr Handeln ist wissenschaftlich begründet und basiert auf Erfahrung, die reflektiert wird und verbunden ist mit Intuition. Im Gesundheitswesen hat der Beruf der Hebamme einen wichtigen Stellenwert.
Der Beruf der Hebamme bietet vielseitige Möglichkeiten:

Angestellte Hebamme

  • vorwiegend in Kliniken oder in gesundheitsrelevanten  Einrichtungen

Freiberuflich tätige Hebamme

  • in vorwiegend hebammengeleiteten Einrichtungen-Praxen
  • in Geburtshäusern oder als Beleghebamme
  • in der außerklinischen Geburtshilfe

Was sind die Inhalte der Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie umfasst mindestens 1600 Stunden theoretische und 3000 Stunden praktische Ausbildung.
Die praktische Ausbildung findet im Mathias-Spital Rheine und in kooperierenden Kliniken sowie hebammengeleiteten Einrichtungen statt.

Die Ausbildungsinhalte sind nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (HebAPrV) geregelt.

Eine Kooperation mit einer Hochschule ist im Aufbau. Damit besteht die Möglichkeit parallel zur Ausbildung beginnend den akademischen Titel Bachelor of Science in Midwifery (B.Sc.) zu erwerben.

Die theoretische Ausbildung umfasst Themen wie Anatomie und Physiologie, Grundlagen der Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, Pflege der Schwangeren, der Wöchnerin und des Neugeborenen, Kommunikation sowie Beratung.

Die praktische Ausbildung findet u. a. im Kreißsaal, auf der Neugeborenen-Station, der Wochenstation und in hebammengeleiteten Einrichtungen sowie bei der freiberuflichen Hebamme statt.

Ziel der Ausbildung?

Die Ausbildung befähigt dazu eigenständig Frauen während der gesamten Phase von Schwangerschaft, Geburt  und zusammen mit ihrem Kind bis zu 12 Wochen nach der Geburt sowie darüber hinaus bei Fragen zur Ernährung des Kindes zu beraten und zu begleiten.
Nach § 5 des Hebammengesetzes (HebG) ist Ziel der Ausbildung: 

  • Schwangerenvorsorge durchzuführen
  • Normale Geburten zu leiten
  • Komplikationen frühzeitig zu erkennen und adäquat zu handeln
  • Neugeborene zu versorgen
  • Wochenbettverlauf zu begleiten und zu überwachen
  • Dokumentationen anzufertigen

Wer kann die Ausbildung aufnehmen?

Persönliche und gesundheitliche Eignung
Abitur oder Fachabitur oder Fachoberschulreife/ Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung

Die Ausbildung für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen/ KinderkrankenpflegerInnen kann auf Antrag bis zu 12 Monate verkürzt werden. 


Wann beginnt die Ausbildung?

Kursbeginn ist jeweils der 01.10. und dann 1½  Jahre später der 01.04..

  • 01. Oktober 2017
  • 01. April 2019